Steuerliche Anerkennung von Umzugskosten

Steuerliche Anerkennung bei beruflich bedingtem Umzug

Zum 1. Februar 2017 wird die „Umzugskostenpauschale“ erneut angehoben. Die Umzugskosten für einen beruflich bedingten Umzug können als Werbungskosten angegeben werden. Die steuerlich absetzbaren Pauschbeträge werden zum 1. Februar 2017 erhöht. Für Singles steigt die Pauschale um 18 auf 764 Euro, für Verheiratete und Lebenspartner um 31 Euro auf 1.528 Euro. Für jede weitere im Haushalt lebende Person steigt die Pauschale von 329 auf 337 Euro.

Steuerliche Anerkennung bei privaten Umzügen generell

Private Umzüge können seit dem 01.01.2006 als haushaltsnahe Dienstleistungen abgesetzt werden. Als neue Regelung gilt hier eine jährliche Steuerermäßigung von 20 % bei den Arbeitskosten (Höchstgrenze 4000 €). Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen gehören auch Umzüge. So können Umzüge, die von Umzugsspeditionen durchgeführt werden in dem o.g. Rahmen geltend gemacht werden. Was zuvor nur den Personen zu Gute gekommen ist, die aus beruflichen Gründen umgezogen sind, kommt jetzt auch den Person en zu Gute, die aus privaten Gründen umziehen. Vorraussetzung hierfür ist das Vorliegen einer Rechnung und der Nachweis der Bezahlung per Überweisung (Bankbeleg). Die Steuerschuld kann somit um bis zu € 600 reduziert werden.
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Voraussetzung für die Abzugsfähigkeit:
– Der Umzug wurde nach dem 31.12.2005 durchgeführt
– Vorlage einer ordnungsgemäßen Rechnung mit Datum, ausgewiesener Mehrwertsteuer und Umsatzsteueridentifikationsnummer des Unternehmens
– Arbeitskosten wurden in der Rechnung separat ausgewiesen
– Nachweis der Zahlung auf das Konto der Umzugsfirma per Überweisung
– Keine Steuerersparnis bei Übernahme der Kosten durch ein Amt
Fallbeispiel:
Sie ziehen mit Ihrer Familie demnächst aus privaten Gründen um. Die Gesamtrechnung der Umzugsfirma beträgt 2900 €.
Gesamtkosten € 2900
hiervon Transportkosten € 1100
Halteverbotszone € 100
Transportversicherung € 90
Arbeitskosten € 1610
Hiervon sind nur die Arbeitskosten vom 1610 € (20% = 322 €) abzugsfähig d.h. Die Kosten für die Halteverbotszone, die Transportversicherung und den Transport sind
nicht abzugsfähig.
 
Basis dieser Information ist die aktuelle Rechtslage bei Seitenerstellung vorbehaltlich etwaiger Änderungen seitens des Finanzministeriums.